Altbacken und ideenlos – Das traurige Comeback von Stefan Raab

Manchmal sollte man einfach wissen, wann Schluss ist. Altes Sprichwort, aber leider nur allzu oft bewahrheitet es sich. Stefan Raab, eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung, hat sich nach fast zehn Jahren im Ruhestand dazu entschieden, wieder ins Rampenlicht zu treten. Doch irgendwie fühlt sich das heute alles falsch an. War er früher ein kreatives Genie, das mit Shows wie „TV Total“ oder „Schlag den Raab“ die Zuschauer begeisterte, wirkt sein Comeback nun wie eine schwache Kopie vergangener Erfolge.

Sein erstes neues Projekt „Du gewinnst nicht die Million“ startete zwar vielversprechend auf RTL+, brachte anfangs hohe Zuschauerzahlen und sorgte für Diskussionen. Doch die Begeisterung hielt nicht lange an. Nach nur wenigen Wochen sind die Quoten in den Keller gefallen. Von anfänglich 790.000 Zuschauern sind mittlerweile nur noch 190.000 übrig. Ein desaströser Rückgang, der zeigt: Das Publikum hatte Erwartungen, doch Raabs neue Show konnte sie nicht erfüllen. Ein Hauptkritikpunkt: Sie war schlichtweg nichts Neues. Eine Mischung aus „Schlag den Raab“ und „TV Total“. Ein Konzept, das viele Zuschauer bereits vor über zehn Jahren in besserer Form gesehen hatten. Und da hilft es jetzt auch nicht wirklich, seine Shows ins Free TV zu packen. Meiner Meinung nach, hätte man das von Anfang an tun sollen, aber gut.

Aber es kommt noch schlimmer. Die neue RTL-Show „Stefan und Bully gegen irgend so ein Schnulli“ (ja, das ist der echte Name!) wirkt wie eine müde Wiederholung von „Schlag den Raab“, nur dass diesmal Michael Bully Herbig mitmischt und das Preisgeld halbiert wurde. Das große Problem? Keine Innovation. Keine Überraschung. Keine wirkliche neue Idee. Warum sollte man sich das also ansehen?

Raab war früher ein Vorreiter, jemand, der das deutsche Fernsehen geprägt hat. Doch inzwischen hat sich die Unterhaltungswelt weitergedreht. YouTube, Twitch, TikTok, die Medienlandschaft ist heute eine andere als noch vor zehn Jahren. Während neue Creator mit frischen Ideen und innovativem Content punkten, wirkt Raabs Humor altbacken. Die Kritik in den sozialen Medien ist eindeutig: „Von Woche zu Woche langweiliger“, „Unlustig und vorhersehbar“, „40+ Humor, der nicht mehr zündet“. Es gibt sie noch, die Hardcore-Fans, aber es werden immer weniger.

Sein Instagram-Hype beim Comeback mit rätselhaften Videos und Millionen von Likes verpuffte schnell. Heute verliert er jeden Monat Zehntausende Follower. Selbst ein Versuch, mit Pamela Reif lustige Fitnessübungen zu machen, scheiterte und wurde still und leise eingestellt. Man hat das Gefühl, dass Raab selbst nicht so recht weiß, wie er in der heutigen Entertainment-Welt bestehen soll. Er setzt auf Altbewährtes, während das Publikum längst weitergezogen ist.

Vielleicht wäre es besser gewesen, einfach in der Erinnerung zu bleiben als der kreative Entertainer, der das Fernsehen revolutionierte. Jetzt sieht es eher so aus, als ob er mit seinem eigenen Erbe kämpft und verliert.

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